Historie

1975 fand im Mehrzweckgebäude Bönitz die Gründungsveranstaltung des Vereins statt. Man kam überein, dem neuen Verein den Namen BSG Traktor Röderland Bönitz zu geben.
In den ersten Wochen musste sich der Vorstand in viele neue Dinge einarbeiten. Es musste eine Spielmannschaft gebildet und zum Spielverkehr angemeldet werden. Gute Voraussetzungen für den Spielbetrieb waren durch die Anlage des Sportplatzes für die Schule und den Bau des Mehrzweckgebäudes gegeben. Probleme gab es mit dem Spielerpotential. Die Mannschaft setzte sich in der 1. Spielserie aus Spielern aus Beiersdorf, Bönitz, Schmerkendorf und Koßdorf zusammen.

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Folgende Spieler bestritten das 1. Punktspiel für Bönitz in der Kreisklasse Staffel West
1. Spiel : Bönitz – Kröbeln II 6:1 (1:0)
Torfolge :
1:0 Hübner
1:1 Ringel (Eigentor)
2:1 Spelinski
3:1 Hübner
4:1 Spriewald
5:1 Spriewald
6:1 Döring

SAISON SPIELE GEWONNEN REMIS VERLOREN TORE PUNKTE PLATZ
75/76 24 7 3 14 54:59 17:31 10.
76/77 26 10 0 16 52:70 20:32 9.
77/78 26 3 5 18 35:76 11:41 12.
78/79 24 8 1 15 33:59 17:31 8.
79/80 26 8 5 13 44:68 21:31 10.
80/81 22 11 4 7 57:44 26:18 2.
81/82 24 16 5 3 90:34 37:11 3.
82/83 24 13 4 7 69:49 30:18 4.
83/84 26 15 1 10 78:50 31:21 4.
84/85 28 19 2 7 87:48 40:16 4.
85/86 26 21 2 3 109:34 44:8 1.
Aufstieg in die Kreisliga
86/87 28 7 4 17 39:65 18:38 14.
Abstieg in die Kreisklasse
87/88 26 18 3 5 110:32 39:13 3.
88/89 24 20 2 2 75:25 42:6 1.
Aufstieg in die Kreisliga
89/90 26 12 8 6 39:34 32:20 4.
90/91 26 9 4 13 39:51 22:30 10.
91/92 26 8 6 12 32:48 22:30 9.
92/93 26 7 7 12 34:40 21:31 10.
Einstufung in die 1. Kreisklasse/West (Plätze 8-14)
93/94 26 7 8 11 26:40 22:30 9.
94/95 26 7 5 14 28:50 19:33 12.
95/96 26 20:49 20 13.
96/97 26 20:67 16 13.
97/98 26 26:69 18 14.
Abstieg in die 2. Kreisklasse/West
98/99 20 72:22 50 1.
Aufstieg in die 1. Kreisklasse/West
99/00 26 27:73 16 12.
00/01 26 6 0 20 30:74 18 12.
01/02 24 3 2 19 29:85 11 13.
freiwilliger Abstieg in die 2. Kreisklasse/West
02/03 22 9 5 8 53:43 32 7.
03/04 22 11 5 6 50:43 38 4.
04/05 20 7(6) 3 9 32:48 21 10.
05/06 20 3(2) 5 13 22:67 11 11.
06/07 22 5 4 13 20:48 19 10.
07/08 20 3 2 15(16) 25:67 11 10.
08/09 20 10 2 8 45:31 32 4.
09/10 26 14 3 9 68:47 45 5.
10/11 24 10 2 12 52:57 32 7.
11/12 18 5 0 13 24:65 15 8.
12/13 18 2 0 16 18:77 6 10.
13/14 12 0 2 10 5:39 2 9.

 

Der Held von Biehla

Am 29. November 2003 war es endlich soweit, es erfolgte die Ehrung für ein Ereignis was schon längst mal in einer so feierlichen Runde geehrt hätte werden müssen.
Zuerst nochmal schnell ein kleiner Rückblick auf die Sachen, die dieses Ereignis so einzigartig machen:

Es geschah am 14. Mai 2000. Bei schon fast hochsommerlichen Temperaturen sollte es eigentlich ein ganz normales Fussballspiel in Biehla werden. Vor dem Spiel konnte keiner Wissen, das jeder der daran teilnahm sich noch in Jahren an dieses Tag erinnern kann. Eigentlich wollten wir die Niederlage so niedrig wie nur möglich halten, denn Biehla befand sich im Kampf um den Aufstieg, wogegen wir mal wieder gegen den Abstieg kämpften. Ein im nachhinein wichtiger Punkt war, dass Siegmar Casper an diesem Tage ausnahmsweise/aushilfsweise für Aufstellung und Auswechslungen zuständig war. Und man kann ihm im nachhinein dazu nur beglückwünschen alles richtig gemacht zu haben, ob es nun Zufall war oder er der Einzigste war, der alles voraus gesehen hatte, läßt sich heute leider nicht mehr nachvollziehen.
Jetzt sollen erst mal alle Spieler erwähnt werden, die an diesem Tag das Glück hatten, mit an diesem denkwürdigen Spiel teilgenommen zu haben und hiermit einen Beweis für ihre Enkel haben, wenn sie eines Tages mal danach gefragt werden sollten. Es spielten René Uttke, Winfried Richter, Mirko Görlich, Maik Wolf, Jan Brettschneider, Bernd Jaffke, Maik Vulpius, Thomas Wenzel, Reik Oehler, Mirko Müller und Lars Hentschel. Noch rechtzeitig eingewechselt wurden Christian Hoffmann und Alexander Schacht, um die großen Momente vom Spielfeld aus zu beobachten.
Das Spiel nahm von Beginn an eigentlich seinen normalen Ablauf. Biehla führt schnell mit 2:0 und der Stadionsprecher schien seine Vermutung bestätigt, dass es einen zweistelliger Sieg werden könnte. Durch nicht mehr klärbare Umstände kam es dann aber dazu, dass durch Tore von M. Müller und W. Richter es zufällig 2:2 stand. Doch dann ging die Show erst richtig los. Es muss so etwa in der 75. Minute gewesen sein, als M. Vulpius sich auswechseln lassen wollte. S. Casper ging zur Ersatzbank und es traf ihn wie der Blitz, da saß ER, DAS Juwel, DER Flankengott, unsere Rettung! Er ging auf ihn zu und sagte:’Komm Orlando, mach es!’ Und in der 79. Minute war es dann soweit, er betrat den Rasen und die Biehlaer Spieler erstarrten in Erfurcht, ihre Gesichter wurden ganz bleich und man sah den kalten Schweiß über die Stirn laufen. Doch sie wussten, was die Stunde geschlagen hatte, Biehla konnte dieses Spiel einfach nicht mehr gewinnen.
Bereits mit seinem ersten Ballkontakt hatte Orlando seine Einwechslung vollends gerechtfertigt. Mit seiner Spielauffasungsgabe hatte er bereits bei der Einwechslung gemerkt, dass er in 5 Minuten den Ball im Strafraum erhalten wird und sein Tor machen wird. Und was soll man sagen, er sollte recht behalten. In der Zwischenzeit war er damit beschäftigt seine Verfolger abzuschütteln. Denn mittlerweile kümmerten sich mindestens 8 Gegenspieler um ihn. Das gab dann auch Lars den Platz endlich mal wieder auf der Aussenbahn sich mit dem Ball zu beschäftigen. Doch anstatt den Ball abzugeben, damit Orlando sein Tor machen konnte, war der einfach so wie immer zu ballverliebt und hörte auch nicht auf die nicht zu überhörenden ‘Spiel ab!’-Rufe der gottgleichen Gestalt die dort Richtung gegnerisches Tor glitt. Doch dann endlich nach schier endlosen Minuten kommt endlich der Pass, und keiner weiß wie er es gemacht hat, stand er völlig allein (ausser dem Tormann natürlich) im Strafraum. Wie konnte er nur alle Gegenspieler abhängen, keiner weiß es. Jeder normale Spieler hätte jetzt vielleicht versucht den Ball anzunehmen und dann den Tormann auszuspielen, aber nicht Spieler seines Formats. Schon lange bevor die Hereingabe des Balles kam, hat Orlando die Bewegung des Torwart studiert und wusste genau, was dieser machen würden. Um den Torwart noch zusätzlich zu irritieren, begann er kurz bevor er den Ball volley nahm, mit seinem Fuss zu zittern. Doch auch dies war vorausgeplant und natürlich auch das, dass er nicht wie jeder andere das Ding einfach in die Ecke haut, sondern ganz cool unter dem Torwart durchrutschen läßt, das kann halt nicht jeder! Da muss man lange für üben.

Und genau aus diesem Anlass wurde es nun endlich mal Zeit den Held von Biehla zu ehren. Christian Hoffmann nahm sich dieser Aufgabe an und führte im Vorfeld knallharte Interviews mit Augenzeugen und dem Helden persönlich, um ja nicht auf falsche Tatsachen reinzufallen und eine würdige Lobrede halten zu können. Im Anschluss an die Rede wurden sowohl Redner als auch der Ausgezeichnete mit viel Applaus gewürdigt.

Anm. 1: (Es soll den Mythos nicht schmälern) Das Spiel endete 3:3. Es blieb für lange Zeit sein einzgstes Tor in einem Pflichtspiel. Auf der Auswechselbank saßen nur noch 2 und der andere hatte keine Lust.

Anm. 2: Es wird über eine Ehrenspielführer-Auszeichnung nachgedacht.

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