SG Kolochau 74 – SV Röderland 75 Bönitz 4:0 (1:0)

Jede Serie hat einmal ein Ende – und zwar eine Serie von 4 Siegen. Man war sich noch in der Kabine einig, ein Punkt in Kolochau wäre doch nicht schlecht.
Kolochau, erstmals wieder in der stärksten Formation, begann sehr stark an diesem herrlichen Frühlingstag. Der Gastgeber wollte unbedingt das augenblickliche Tief wieder beenden. Die zwangsläufig neuformierte Abwehr um Libero W. Richter und Vorstopper R.Oehler – Vorstopper M. Görlich fehlte verletzungsbedingt – stand bisher gut. Spielerisch war Kolochau überlegen, die zwingenden Chancen waren aber noch nicht vorhanden. Bönitz konterte aus der Lauerstellung – Lars Hentschel lief der Kolochauer Abwehr mehrmals davon, so auch in der 21. Minute, als er ganz allein vor den Gastgebertorwart auftauchte und anstatt den Ball nur am Torwart vorbeizuschieben, schoss er mit aller Wucht den Torwart an. Eine Führung der Bönitzer so Mitte der 1. Halbzeit lag durchaus im Bereich des Möglichen.
Aufregung dann in der 30. Minute – K. Hagedorn berührte den Mittelstürmer des Gastgebers, welcher sich in seiner bekannten Art und Weise fallen ließ. Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter. Es folgte darauf die ausgleichende Gerechtigkeit. Der Kolochauer Schütze drosch den Ball über das Tor.
Kurz vor der Pause – in der 43. Minute vertändelte K. Dunkel einen schon sicheren Ball am 16 m Raum, so dass der gegnerische Stürmer allein auf T. Babinski zulief und zum 1 : 0 für die Kolochauer vollendete. In seinem erst achtem Spiel bei den Männern lief es bei K. Dunkel zuletzt immer besser, vor allem Dank seiner eleganten Technik – *erblich vorbelastet* durch seinen Vater Dietmar, der bisher beste Techniker in der Bönitzer Fußballgeschichte. Aber heute hatte er nicht seinen besten Tag. Vielleicht lag es auch daran, das er leicht verletzt in das Spiel ging.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen. Kolochau wollte Bönitz kommen lassen, um so schnell auf Konter umzustellen. In der 55. Minute nutzte man einen solchen Konter aus. Durch die völlig entblößte rechte Abwehrseite – K. Hagedorn war unmotiviert über die Mittellinie aufgerückt – passte der Linksaußen der Kolochauer geschickt nach innen zum Mittelstörmer, welcher ohne Mühe zum vorentscheidenden zweiten Tor vollendete.
Dieses Tor war der Knackpunkt des Spieles, trotz unbestreitbaren Kampfgeist (W. Richter, C. Hoffmann und M. Wolf) wirkte jetzt das Bönitzer Spiel sehr verkrampft. Eine ähnliche Situation wie beim zweiten Tor führte in der 71. Minute zum dritten Tor des Gastgebers. Nicht ganz schuldlos war hier auch unser noch junger Torwart, der hier entschlossener zum Ball hätte gehen müssen. Trotzdem hat er bisher eine sehr positive Entwicklung genommen, man erinnere nur an die Spiele gegen Herzberg und Falkenberg.
Schuldlos war er jedenfalls am vierten Tor in der 85. Minute, denn das war ein platzierter Sonntagsschuss aus ca. 20 Metern in den äußersten rechten Torwinkel.

Fazit: Noch sind drei Spiele zu absolvieren, es ist noch alles möglich – vielleicht noch der Klassenerhalt !

Siegmar Casper

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