VfB Herzberg 68 II – SV Röderland 75 Bönitz 5 : 2 (3 : 0)

Aufstellung: Kranig, D.; Richter, W.; Wenzel, T.; Zocher, R.; Hoffmann, C.; Oehler, F.; Jaffke, B.;
(70. min. Brandt, S.); Liepe, R.; (77. min. Hagedorn, K.); Schacht, A. (58. min. Schramm, C.); Hentschel, L.; ( keine gelbe Karte)

Nach dem Auswärtssieg im ersten Saisonspiel gegen den Kreisligaabsteiger Koßdorf fuhr man mit berechtigten Optimismus und auch Selbstbewusstsein in die Kreisstadt. In den vergangenen Jahren erzielte Bönitz immer gute Ergebnisse in Herzberg.
In den ersten zehn Minuten sah man ein ausgeglichenes Spiel. Lars Hentschel erspielte sich eine gute Chance in der 9. Minute, aber er traf in guter Schussposition den Ball nicht richtig – sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. Dann kam die ominöse 13. Minute. Gefahr im Bönitzer Strafraum – Rene Liepe attackierte zu energisch einen Herzberger Spieler. Der Schieri gab Elfmeter – eine vielleicht etwas zu harte Entscheidung. Ganz schön lässig schob der Herzberger Schütze den Ball halbrechts zu Führung ins Tor. Daniel Kranig war fast noch dran. Mit der Führung im Rücken wurde die junge Herzberger Mannschaft, mit vielen landesklasseerfahrenen Spielern besetzt, jetzt spielbestimmend. Nach Aussage des Herzberger Abteilungsleiters war man bereits in Kolochau viel besser, als das 0 : 4 Ergebnis aussagt.
In der 21. Minute erhöhte der Gastgeber auf 2 : 0, nachdem der Herzberger Angreifer 4 Bönitzer wie Slalomstangen umspielte und dann überlegt und unhaltbar aus Nahdistanz vollendete.
Jetzt ging ein Ruck durch unsere Mannschaft. Spielerisch legte man zu und belagerte nunmehr das Herzberger Tor. Nach einem schönen Solo durch den Herzberger Strafraum schoss Falk Oehler das Leder leider nur in die Arme des Herzberger Keepers. Einige Minuten später folgte nach herrlichem Doppelpass zwischen Falk Oehler und Lars Hentschel die nächste Großchance. Lars setzte den Schuss an den Innenpfosten, von wo der Ball dann – welch Tragik – in die Arme des Torhüters kullerte.
Inmitten dieser besten Phase der Bönitzer folgte ein schnell ausgeführter Konter der schnellen Herzberger Stürmer in die entblößte Gästeabwehr. Die Hereingabe von links – es sollte ein Torschuss werden – erwischte ein Herzberger, welcher aus sehr abseitsverdächtiger Position zum vorentscheidenden 3 : 0 einschob. Es war ein aus Bönitzer Sicht äußerst ungünstiger Zeitpunkt in der 43. Minute.
Auch nach der Pause belagerten die Gäste den Herzberger Strafraum, ohne aber zwingende Chancen herauszuarbeiten. Die Gastgeber versuchten sich jetzt – bedingt durch den beruhigenden Vorsprung – auf die Ausführung von schnellen Kontern. Torhüter Kranig hatte manche brenzlige Situation zu meistern. Ein bilderbuchreifer Konter führte dann in der 57. Minute zum vierten Treffer der Herzberger. Der Schuss von halblinks sprang diesmal – im Gegensatz von Lars Schuss aus der ersten Halbzeit – vom Innenpfosten ins Tor. In der 65. Minute dann noch das 5 : 0.
In der Folgezeit wurden dann wenigstens noch die Bönitzer Offensivbemühungen belohnt. Lars Hentschel erzielte aus dem Strafraumgewühl den Ehrentreffer (78. Min.). In der 85. Minute erzielte Vorstopper Thomas Wenzel gar noch den zweiten Bönitzer Treffer.
Fazit: Der Sieg der Herzberger geht in Ordnung, aber vielleicht ein oder zwei Tore zu hoch.

Für die Bönitzer Mannschaft gilt, nach der heutigen Schlappe den Kopf nicht hängen zu lassen. Die zweifelsfreien spielerischen Fortschritte durch die Verstärkung des Mittelfeldes (u.a. Falk Oehler) werden uns in dieser Saison hoffentlich nicht in Abstiegsnöte bringen.

Siegmar Casper

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