SV Röderland 75 Bönitz – SV Lok Uebigau 1:4 (1:4)

Das für beide Mannschaften letzte Spiel der Saison sollte bei strömendem Regen vor -für Kreisklasse-Verhältnisse- beeindruckender Kulisse stattfinden. Fairerweise sei jedoch erwähnt, dass dieselbige überwiegend durch das zahlreiche Erscheinen der Uebigauer Fußballbegeisterten zu Stande kam. Selbstverständlich war diese starke Resonanz nachvollziehbar – für Uebigau wäre ein entsprechend hoher Sieg sicherer Garant für den Aufstieg in die Kreisliga. Die Gäste indessen konnten relativ locker aufspielen – der Abstieg war praktisch bereits vermieden, trotzdem wollte man sich natürlich gebührend aus dieser verrückten Saison verabschieden.

In den ersten Minuten des Spiels gelang es keiner der beiden Mannschaften, das Spiel an sich zu reißen. Man spürte zwar von Anfang an den starken Willen der Gäste, konsequent offensiven Fußball zu zelebrieren, jedoch erschienen deren Bemühungen zunächst krampfhaft und glücklos. Phasenweise gelang es sogar den Gastgebern, sich erfolgreich bis zum gegnerischen Tor vorzukämpfen und sich die eine oder andere Chance zu erarbeiten, wobei C. Dunkel die beste vergab, als er aus relativ spitzem Winkel aus 12 Metern Entfernung am Tor vorbei schoss.
In der 13. Minute jedoch sollte Uebigau nach einer schönen Einzelaktion in Führung gehen. Ein Mittelfeldspieler hatte sich von hinten gelöst, dribbelte durch die konfusen Abwehrreihen der Gastgeber und zimmerte das Leder schließlich an den Innenpfosten, von welchem er ins Tor abprallte. Nur drei Minuten später folgte die Antwort der Bönitzer. L. Hentschel wurde halb rechts vorm gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht, worauf ein Freistoss fällig wurde. Ein straffer Schuss des Liberos R. Oehler -unhaltbar ins linke obere Eck- ließ die Hoffnungen der Gastgeber wieder aufflackern.
Leider sollten diese jedoch im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit herb enttäuscht werden. Die Gäste gewannen nun mehr und mehr die Oberhand und verstärkten den Druck permanent. Nach einer Ecke in der 24. Minute gelang es ihnen schließlich, den Ball irgendwie ins Tor zu spitzeln. Die Bönitzer Abwehr machte in dieser Situation einen zugegebenermaßen sehr unglücklichen Eindruck. Trotzdem suchte Bönitz weiterhin nach Möglichkeiten, dem Spiel eine andere Richtung zu geben, und das mit partiellem Erfolg. So hatte z.B. T. Wenzel mehrere gute Kopfballchancen, konnte jedoch keine verwerten.
Der nun oft unkontrolliert wirkende Offensivdrang der Bönitzer, ermöglichte den Gästen gefährliche Konterchancen. In der 35. Minute wurde eine solche dann auch eiskalt genutzt. Es kam sogar noch dicker: kurz vor der Pause gelang den Gästen noch ein weiterer Treffer – 1:4.

Der Halbzeitstand ließ aus Bönitzer Sicht natürlich Schlimmeres erahnen, man konnte weiterhin mit dem ungestillten Torhunger der Gäste in der 2. Spielhälfte rechen. Erstaunlicherweise schien denen jedoch ein wenig die Puste ausgegangen zu sein. Ihr Spiel wirkte ideen- und kraftlos. Vom bis zum Halbzeitpfiff andauernden Kampfgeist war nicht mehr viel zu spüren. Andererseits hielt Bönitz zwar dagegen, zwingende Torchancen ergaben sich jedoch in der gesamten 2. Halbzeit nicht. Das Spiel plätscherte dahin, ohne noch einmal richtig an Fahrt zu gewinnen. Es blieb zum Schluss beim 1:4.

Nach dem Abpfiff stand fest, dass Uebigau den Aufstieg perfekt gemacht hatte – nun brachen natürlich alle Dämme. Die Fans, welche ihre Mannschaft über das gesamte Spiel hinweg mit lautem Getöse tatkräftig unterstützt hatten, stürmten -bzw. torkelten- zu ihren Helden auf den Platz…
An dieser Stelle noch einmal Herzlichen Glückwunsch an den Aufsteiger und viel Erfolg in der Kreisliga !

Bönitz hingegen hat den Klassenerhalt geschafft – als Ergebnis einer durchaus erfolgreichen Rückserie. Natürlich war es auch diesmal knapp, und auch das heutige Spiel hat -zumindest in der 1. Halbzeit- gezeigt, dass immer noch eklatante unbedingt vermeidbare Fehler gemacht werden.
Trotzdem sind Fortschritte erkennbar, und auch im Hinblick auf die anhaltende Verjüngungskur der Mannschaft, kann man erhobenen Hauptes in die Zukunft blicken.

Christian Hoffmann

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