Kategorie-Archiv: Spielberichte 2001/2002

Bönitz – Kraupa 1:6 (0:5)

Aufstellung : Kranig, Richter, Zocher, Hagedorn, Görlich, Hoffmann, Oehler, Dunkel, Liepe, Wentzel, Schacht ( 60min. Ulbricht )

In diesen Heimspiel war der Gegner die Mannschaft aus Kraupa, eine Aufstiegsmannschaft aus der 2.Kreisklasse. Die Heimmannschaft aus Bönitz ging mit den Ziel ins Spiel, die drei Punkte zu gewinnen und somit den ersten Heimsieg der Saison zu feiern.

Das Spiel war von Beginn an sehr zerfahren. Die Bönitzer versuchten es mit einen ruhigen Spielaufbau aus der eignen Abwehr heraus. Sie wurden aber von den gegnerischen Spielern meist sofort unter Druck gesetzt und es häuften sich Fehlpässe und Ballverluste. Die Mannschaft aus Kraupa verstand es hervorragend den Gegner unter Druck zu setzen und durch schnelles Passspiel wurden den Spielern aus Bönitz einige Rätsel aufgegeben.
Die erste Torchance jedoch hatte das Team von Bönitz, durch einen Freistoß aus 20m, getreten von F. Oehler – da konnte sich der gegnerische Tormann zum ersten mal auszeichnen. Die erste große Möglichkeit für Kraupa war ein Solo eines Spielers von der Mittellinie, verbunden mit einen straffen Schuss aus knapp 18m.
Leider war dies gleich das 1:0, nach 10min.. Dem Tormann kann man in dieser Situation keine Vorwürfe machen, da ihn seine Vorderleute im Stich ließen und die gegnerischen Spieler nicht energisch genug angriffen.
Nun war eine leichte Verunsicherung bei der Mannschaft von Bönitz zu spüren.
Diese Verunsicherung nutzte der Gegner eiskalt aus. Er kam immer wieder durch schnelles Passspiel vor das Bönitzer Tor und erarbeitete sich so etliche Torchancen. Einige von diesen Torchancen wurden dann auch genutzt und so stand es in kürzester Zeit 4:0. Kurz vor der Halbzeit erhöhte der Gast dann sogar auf 5:0.
In den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit begannen dann auch die Spieler aus Bönitz mit Fußballspielen. In der 43min. war es Dunkel der sich in einer guten Einzelleistung durchsetzte und zum Torschuss kam, er traf nur den Pfosten und den Nachschuss von Wenzel konnte der Tormann abwehren.

In der zweiten Hälfte dann wieder das gleiche Bild – der Gegner aus Kraupa ging energischer zu Werke und kam immer wieder brandgefährlich vor das Tor des Bönitzer Schlussmannes. In der 55min erhöhte der Gast auf 6:0.
Die Bönitzer kamen erst durch einen Platzverweis eines gegnerischen Spielers in der 65 min. besser ins Spiel. Man nutzte die Überzahl aus und versuchte den Gegner unter Druck zu setzen und sich wenigstens einige Tormöglichkeiten zu erspielen. Dies gelang nur bedingt, denn der Gegner blieb durch seine Konter immer noch sehr gefährlich und kam weiter zu guten Chancen, die zum Glück nicht verwertet wurden. In der 75min. war es dann soweit, die Heimmannschaft schoss ihr erstes Tor an diesen Nachmittag, durch A. Ulbricht.
Dieses Tor war dann auch nur noch der Ehrentreffer.

Man musste sich eingestehen, dass so eine katastrophale Leistung, wie an diesem Tag, sich nicht wiederholen kann und wird. Eigentlich konnte man von Glück sprechen, dass der Gegner mit seinen Tormöglichkeiten so fahrlässig umgegangen ist, sonst hätte das Ergebnis auch höher ausfallen können.

Alexander Schacht

SV Röderland 75 Bönitz – Blau-Weiss Möglenz I 0:8 (0:2)

Aufstellung: Kranig, Richter, Zocher, Görlich, Hagedorn, Casper, Schacht, Wenzel, Liepe, Hentschel, Schramm

Es war endlich soweit , das mit Spannung erwartete Pokalspiel sollte nun stattfinden.
Die Auslosung hatte Bönitz einen durchaus attraktiven Gegner beschert.
Zum Pokalspiel reiste aus der Nachbarschaft der Kreisligist Möglenz an. Dieses Spiel sorgte schon im Vorfeld für ausreichend Gesprächsstoff. Zum Einen kennt man sich von je her (und einigen zum Teil lustigen Feiern). Zum Anderen spielen seit dieser Saison zwei ehemalige Bönitzer Spieler, R.Oehler und M. Vulpius, für den Kreisligisten. M. Vulpius wechselte über dem Umweg Lausitz nach Möglenz. R. Oehler spielte in der letzten Saison Libero in Bönitz und tat auch neben dem Spielfeld noch viel für den Verein. (Nochmals vielen Dank und viel Glück). Diese zwei Spieler mußten sich im Vorfeld doch ein paar lustige Sprüche anhören.

Anmerkend wäre noch zu erwähnen, dass sich R. Oehler das Spiel gegen seine alten Mannschaftskammeraden aufgrund einer Sperre entgehen lassen mußte.
In Bönitz hofften bestimmt Einige im Geheimen auf eine Überraschung, denn der Pokal schreibt ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. Mit viel Einsatz und Willen wollte man den Klassenunterschied ausgleichen. Doch die Bönitzer Mannschaft mußte zahlreiche Ausfälle verkraften. Zum Einen sorgte die Grippe für Unheil oder man hatte z.B. eine dicke Backe.
So war man froh das man mit elf Spielern auflaufen konnte. Dies war auch nur möglich, da Siegmar Casper seine Schuhe schnürte, wie schon in Koßdorf.
(Die Redaktiosdatenbank: In Koßdorf konnte durch sein Solo und dem damit verbundenen Elfmeter der Sieg eingefahren werden.)
Schon in den ersten Minuten konnte man klar erkennen in welche Richtung sich das Spiel entwickeln würde. Möglenz begann sehr druckvoll, doch die Bönitzer Abwehr stand vorerst ganz gut. Es gelang jedoch zu selten, für Entlastung zu sorgen. In der 30. Spielminute konnte M. Kreisler nach einer Ecke das Getümmel im Strafraum ausnutzen und für Möglenzer Führung sorgen. Kurz vor der Halbzeit war es wieder M. Kreisler, der einen Bönitzer Abwehrspieler fintierte und den Ball ins obere Eck zum 0:2 schlenzte. Dies war für die Moral nicht besonders hilfreich.

Nach der Halbzeit nahm das Schicksal seinen Lauf und Möglenz konnte seine Favoritenrolle deutlich untermauern. So gelang O. Lehmann bald das 3:0 und die Gegenwehr schien gebrochen. Möglenz ließ nun den Ball laufen und erhielt nun fast schon Chancen im Minutentakt. So resultierten auch die Tore vier, fünf und sechs.
Nun machte sich auch bemerkbar das man keinen Wechselspieler hatte, denn der ein oder andere angeschlagene Spieler mußte nun auf die Zähne beißen.
Man hörte schon auf zu zählen und ersehnte den Schlußpfiff.
In die Torschützenliste des Siegers konnten sich zum Bsp. noch Effland, Keiser oder nochmals Kreisler eintragen lassen. Der Ehrentreffer blieb den Bönitzern unvergönnt.

Das Endergebnis lautete 8:0 für Möglenz. Für Bönitz darf der Blick nur nach vorne gehen und das Spiel so schnell wie möglich vergessen, denn in der kommenden Woche erwarten wir Kraupa und da kann das Motto nur lauten: Punkten!

Rene’ Liepe

SV Diana Haida – SV Röderland Bönitz 1:1 (1:1)

AUFSTELLUNG: Kranig, Richter, Wentzel, Zocher, Görlich, Dunkel, Oehler, Hoffmann, Jaffke (55min. Schramm), Hentschel, Schacht (86min.Liepe)

Bei diesen Spiel galt es die schlechte Auswärtsbilanz gegen Haida,
mit 0 Punkten und 2:6 Toren, aus den letzten beiden Auswärtsspielen zu verbessern.Vor dem Spielbeginn wurde mit einer Schweigeminute, den Opfern der Terroranschläge in den USA, gedacht.
Wie eigentlich auf allen Fußballplätzen an diesem Wochenende in Deutschland.

Nun zum eigentlichem Spielverlauf. Die Bönitzer waren von Anfang an bemüht sich gute Tormöglichkeiten zu erarbeiten und die gegnerischen Spieler vom eigenem Tor fernzuhalten.
Nach einer Ecke für Bönitz, in der zweiten Spielminute, kam Görlich,M. frei zum Kopfball und köpfte den Ball aus fünf Metern unhaltbar zum 0:1.
Weiter drei Minuten später hatte Oehler,F. die Möglichkeit, vom 5m-Raum, mit einem Flachschuss das Ergebnis zu erhöhen. Leider traf er nur das Außennetz des Tores.
In der Folgezeit spielte sich das Spiel eigentlich nur Mittelfeld ab und war geprägt von Ballverlusten von beiden Mannschaften.
Es dauerte bis zur 25min., bis die Zuschauer eine weitere Tormöglichkeit sehen sollten einen Elfmeter. Nach einen Freistoß für Haida, aus knapp 35m, konnte die Abwehr die Situation nicht eindeutig klären und ein gegnerischer Spieler war allein Richtung Bönitzer Tor unterwegs. Diesen Spieler foulte Görlich,M. dann und der Schiedsrichter entschied darauf hin auf Elfmeter. Den folgenden Strafstoss verwandelte der Spielführer von Haida souverän zum 1:1.Was gleichzeitig das Halbzeitergebnis war, weil keine der beiden Mannschaften zu weiteren Torchancen bzw. Toren kam.

Nach der Pause begann die Heimmannschaft aus Haida druckvoller und erspielte sich gleich zwei gute Chancen. Die zum Glück nicht genutzt wurden.
In der 48min. landete der Ball auf der Oberkante der Latte, des Tormannes von Haida, nach einen guten Distanzschuss von Oehler,F. aus 30m.
In der darauf folgenden Spielzeit fiel eigentlich nur der Schiedsrichter auf. Der jetzt sein Arbeitsgerät, die Pfeife, öfters benutzen musste, weil es zu vielen Fouls und anderen Unregelmäßigkeiten kam.
In der 80min. hatten dann die Bönitzer die wohl größte Torchance in der zweiten Halbzeit.
Ein langer Ball erreichte den Stürmer Hentschel,L., der dann seine Schnelligkeit ausspielte und 10m vor dem Tor zum Schuss kam. Diesen hielt der Schlussmann von Haida hervorragend.

Letztendlich muss man sagen, dass dieses Spiel kein Sieger verdient hätte, weil es keiner der beiden Mannschaften gelang dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken und so müssen beide Mannschaften mit der Punkteteilung leben..

Alexander Schacht

SV Röderland 75 Bönitz – TSV 1878 Schlieben II 1 : 2 (1 : 1)

Aufstellung: Kranig, D.; Richter, W.; Wenzel, T.; Zocher, R.;Görlich, M.; Hoffmann, C.; Oehler, F.; Jaffke, B.; (62. min. Schacht, A.); Liepe, R.; (62. min. Schramm, C.); Dunkel, K.; Hentschel, L.;
( gelbe Karte für Görlich, M. und Oehler, F.)

Bei vorherbstlichen Sturm und Dauerregen fand das Spiel unter ungünstigen äußeren Bedingungen statt. Die mit landesklassenerfahrenen Spieler (Fleck, Eigl und Stolpe) besetzten Gäste dominierten die ersten Minuten das Spiel, wobei aber die Gastgeber gelegentlich gefährlich vor dem Schliebener Tor aufkreuzten, wie in der 18. Min. als Lars Hentschel von rechts auf Falk Oehler flankt – er aber den Ball mit den Kopf in Rücklage über das Tor köpft.
Die Abwehr der Gastgeber, wieder mit dem etatmäßigen Vorstopper Mirko Görlich, behielt noch die Übersicht. Dann die 23. Minute, Gewühl im Bönitzer Strafraum, Daniel Kranig kann den Ball nicht festhalten, zwei drei missglückte Abwehrversuche der Bönitzer Verteidiger und ein Schliebener schiebt aus Nahdistanz zur Führung für die Gäste ein.
Prompt zwei Minuten später eine ähnliche Situation vor dem Schliebener Tor, Karsten Dunkel war auf der linken Seite durch, sein Schuss parierte der Gästetorwart in großer Manier, sowie noch zwei Nachschüsse der Bönitzer Stürmer, bis der Ball schließlich zu Christian Hoffman sprang, der mit einem platzierten Flachschuss aus ca. 15 Metern die Führung der Gäste egalisierte – ein schönes Tor!
Nach der Halbzeit ein ähnliches Bild, Schlieben – vor allem Dank der Übersicht von Ronny Fleck im Mittelfeld -spieltechnisch besser. Aber Bönitz hielt mit kämpferischen Mitteln dagegen und erarbeitete sich sogar Großchancen. In der 55. Minute war rechts Lars Hentschel durch, legte geschickt auf den mitlaufenden Falk Oehler zurück, dessen Schuss der gute Schliebener Torhüter großartig parierte. Einige Minuten später wiederum eine Großchance für die Gastgeber, L. Hentschel schießt aus ca. 10 Metern und der Ball war wieder eine Beute des wirklich guten Torhüters. Im direkten Gegenzug bedrängten zwei Bönitzer Abwehrspieler den Schliebener Angreifer im Strafraum. Der Schieri entschied zur allgemeinen Verwunderung aller Spieler auf Elfmeter. Der Schliebener Stürmer selbst bestätigte die Zweifelhaftigkeit dieser Entscheidung. Der Libero verwandelte ganz sicher in das linke Toreck zu erneuten Führung.
Mit zwei neuen Spielern versuchten nun die Gastgeber noch einmal den Ausgleich zu erzielen. Man belagerte nunmehr die Schliebener Hälfte, ohne aber zwingende Chancen herauszuarbeiten. Eine Aktion in der 75. Minute erregte noch einmal die Gemüter – Falk Oehler wurde im Schliebener Strafraum vom Torwart zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter hatte schon auf Elfmeter entschieden, nahm aber auf Grund der Schliebener Proteste diese Entscheidung zurück und gab nun Freistoß für die Gäste.
Leider reichte es nicht zu einem Punktgewinn gegen die cleveren Aufsteiger, die durchaus auf Grund ihrer spielerischen Möglichkeiten zu den erweiterten Kreis für den Staffelsieg in Frage kommen.

Siegmar Casper

VfB Herzberg 68 II – SV Röderland 75 Bönitz 5 : 2 (3 : 0)

Aufstellung: Kranig, D.; Richter, W.; Wenzel, T.; Zocher, R.; Hoffmann, C.; Oehler, F.; Jaffke, B.;
(70. min. Brandt, S.); Liepe, R.; (77. min. Hagedorn, K.); Schacht, A. (58. min. Schramm, C.); Hentschel, L.; ( keine gelbe Karte)

Nach dem Auswärtssieg im ersten Saisonspiel gegen den Kreisligaabsteiger Koßdorf fuhr man mit berechtigten Optimismus und auch Selbstbewusstsein in die Kreisstadt. In den vergangenen Jahren erzielte Bönitz immer gute Ergebnisse in Herzberg.
In den ersten zehn Minuten sah man ein ausgeglichenes Spiel. Lars Hentschel erspielte sich eine gute Chance in der 9. Minute, aber er traf in guter Schussposition den Ball nicht richtig – sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. Dann kam die ominöse 13. Minute. Gefahr im Bönitzer Strafraum – Rene Liepe attackierte zu energisch einen Herzberger Spieler. Der Schieri gab Elfmeter – eine vielleicht etwas zu harte Entscheidung. Ganz schön lässig schob der Herzberger Schütze den Ball halbrechts zu Führung ins Tor. Daniel Kranig war fast noch dran. Mit der Führung im Rücken wurde die junge Herzberger Mannschaft, mit vielen landesklasseerfahrenen Spielern besetzt, jetzt spielbestimmend. Nach Aussage des Herzberger Abteilungsleiters war man bereits in Kolochau viel besser, als das 0 : 4 Ergebnis aussagt.
In der 21. Minute erhöhte der Gastgeber auf 2 : 0, nachdem der Herzberger Angreifer 4 Bönitzer wie Slalomstangen umspielte und dann überlegt und unhaltbar aus Nahdistanz vollendete.
Jetzt ging ein Ruck durch unsere Mannschaft. Spielerisch legte man zu und belagerte nunmehr das Herzberger Tor. Nach einem schönen Solo durch den Herzberger Strafraum schoss Falk Oehler das Leder leider nur in die Arme des Herzberger Keepers. Einige Minuten später folgte nach herrlichem Doppelpass zwischen Falk Oehler und Lars Hentschel die nächste Großchance. Lars setzte den Schuss an den Innenpfosten, von wo der Ball dann – welch Tragik – in die Arme des Torhüters kullerte.
Inmitten dieser besten Phase der Bönitzer folgte ein schnell ausgeführter Konter der schnellen Herzberger Stürmer in die entblößte Gästeabwehr. Die Hereingabe von links – es sollte ein Torschuss werden – erwischte ein Herzberger, welcher aus sehr abseitsverdächtiger Position zum vorentscheidenden 3 : 0 einschob. Es war ein aus Bönitzer Sicht äußerst ungünstiger Zeitpunkt in der 43. Minute.
Auch nach der Pause belagerten die Gäste den Herzberger Strafraum, ohne aber zwingende Chancen herauszuarbeiten. Die Gastgeber versuchten sich jetzt – bedingt durch den beruhigenden Vorsprung – auf die Ausführung von schnellen Kontern. Torhüter Kranig hatte manche brenzlige Situation zu meistern. Ein bilderbuchreifer Konter führte dann in der 57. Minute zum vierten Treffer der Herzberger. Der Schuss von halblinks sprang diesmal – im Gegensatz von Lars Schuss aus der ersten Halbzeit – vom Innenpfosten ins Tor. In der 65. Minute dann noch das 5 : 0.
In der Folgezeit wurden dann wenigstens noch die Bönitzer Offensivbemühungen belohnt. Lars Hentschel erzielte aus dem Strafraumgewühl den Ehrentreffer (78. Min.). In der 85. Minute erzielte Vorstopper Thomas Wenzel gar noch den zweiten Bönitzer Treffer.
Fazit: Der Sieg der Herzberger geht in Ordnung, aber vielleicht ein oder zwei Tore zu hoch.

Für die Bönitzer Mannschaft gilt, nach der heutigen Schlappe den Kopf nicht hängen zu lassen. Die zweifelsfreien spielerischen Fortschritte durch die Verstärkung des Mittelfeldes (u.a. Falk Oehler) werden uns in dieser Saison hoffentlich nicht in Abstiegsnöte bringen.

Siegmar Casper

Koßdorf – Bönitz 3:4 (1:3)

Gleich im ersten Spiel der neuen Saison galt es für Bönitz einen harten Brocken zu knacken. Der Gegner hieß Koßdorf, welcher ja bekanntlich aus der Kreisliga abgestiegen war und demnach in der 1. Kreisklasse durchaus zum Kreise der Mitfavoriten gezählt werden kann. Hinzu kam noch, dass nur 11, zur *normalen* Mannschaft gehörende, Spieler mit nach Koßdorf gefahren waren. Das Spiel fand außerdem in sengender Hitze statt – aber damit hatte der Gegner schließlich auch zu kämpfen.

Nach dem Anpfiff sahen sich die Bönitzer erwartungsgemäß stark offensiv agierenden Koßdorfern gegenüber. Von der 1. Minute an versuchten die Gastgeber mit schnörkellosen, direkten Angriffen durch ein frühes Gegentor die Fronten zu klären. Dieses gelang ihnen jedoch nicht – auch durch die starke Leistung des Bönitzer Keepers K.Hagerdorn, welcher einige Großchancen mit glänzenden Paraden und Reflexen vereitelte.
Dieses Bild sollte bis zur 7. Minute bestand haben – dann gelang es einem Bönitzer Abwehrspieler, nach einer Befreiungsaktion am eigenen Strafraum den durchgestarteten F.Oehler durch einen langen Paß in die Tiefe in Szene zu setzen; dieser behielt einen kühlen Kopf und schob den Ball am Torwart vorbei ins Tor – 0:1. Nur 5 Minuten später gelang es C.Dunkel nach einem Paß von F.Oehler, die nun leicht perplexe Koßdorfer Abwehr wiederum zu überumpeln und auf 0:2 zu erhöhen.
Nach diesem Doppelschlag verstärkten die *wiedererwachten* Koßdorfer jedoch den Druck und schafften in der 21. Minute den Anschlußtreffer – durchaus verdient in dieser Phase. Bönitz lief nun Gefahr, sich vor der Halbzeit hinten reindrängen zu lassen und konsequenterweise noch den einen oder anderen Treffer zu kassieren. Doch kurz vor der Halbzeit umspielte A.Schacht nach starkem kämpferischem Einsatz zwei Koßdorfer Abwehrspieler um dann, mit ein wenig Glück nach einem Preßschlag, den Ball in Richtung Strafraum zu lenken. Dort lauerte C.Schramm, der diese Möglichkeit auch prompt nutzte und den Halbzeitstand von 1:3 herstellte.

In der 2. Halbzeit sollte sich das Gesamtbild nicht entscheidend ändern. Wiederum versuchten die Gastgeber durch ungebremsten Offensivdrang sich Chancen zu erarbeiten. In der 58. Minute, wurde ein Koßdorfer Stürmer vor dem Strafraum der Gäste gefoult. Der fällige Freistoß brachte die Gastgeber wieder ins Spiel, nachdem der Ball die *wacklige* Mauer der Bönitzer mittig passierte und am chancenlosen Torwart vorbei ins Tor flog.
Dann ereignete sich in der 66. Minute die umstrittenste Szene im Spiel. Nach einer Koßdorfer Ecke kam ein Spieler der Gastgeber nach einem Gerangel im Strafraum zu Fall. Sofort ertönte der Pfiff des Schiedsrichters, begleitet durch den Fingerzeig zum Elf-Meter-Punkt – zum Unverständnis der Bönitzer. Ihrer Meinung nach hatten sich zwei Koßdorfer gegenseitig behindert. Unbeeindruckt vom folgendem Protestgetöse blieb der Schiri bei seiner Entscheidung und ebnete den Gastgebern den Weg zum Ausgleich – der Elfer wurde souverän durch einen Flachschuß ins linke Eck verwandelt – 3:3.
Nun wollte Koßdorf natürlich den Sieg. Das Wetter hatte jedoch bei allen Spielern deutliche Spuren hinterlassen; den Angriffen fehlte der letzte Schliff. Bönitz unterdessen versuchte vehement das Unentschieden zu halten.
Kurz vor Schluß, in der 87. Minute, kamen dann die Bönitzer das 4. mal in diesem Spiel in die Nähe des gegnerischen Tores. S.Casper, der zur Halbzeit für K.Dunkel eingewechselt worden war, sah sich auf einmal allein vorm Torwart der Gastgeber. Die Chance zum Schuss bekam er jedoch nicht – ein Abwehrspieler brachte ihn durch eine Grätsche in die Beine zu Boden – Elf Meter. Der Libero der Gäste, W.Richter, schnappte sich den Ball und verwandelte den Strafstoß, um den Endstand von 3:4 und den ersten Sieg der Bönitzer in der neuen Saison zu besiegeln.

Insgesamt hatte Koßdorf wohl die größeren Spielanteile; Bönitz jedoch bot eine über weite Strecken des Spieles ordentliche, den Gegner phasenweise zur Verzweiflung treibende, Abwehrleistung und konnte sich vor allem durch eine konsequente Ausnutzung der Chancen auszeichnen.
Die ersten drei Punkte im ersten Spiel. Ein gelunger Start, wenn man bedenkt, dass es in der letzen Saison genau so viele am Ende der ersten Halbserie waren.

Christian Hoffmann