Kategorie-Archiv: Spielberichte 2000/2001

SV Röderland 75 Bönitz – SV Lok Uebigau 1:4 (1:4)

Das für beide Mannschaften letzte Spiel der Saison sollte bei strömendem Regen vor -für Kreisklasse-Verhältnisse- beeindruckender Kulisse stattfinden. Fairerweise sei jedoch erwähnt, dass dieselbige überwiegend durch das zahlreiche Erscheinen der Uebigauer Fußballbegeisterten zu Stande kam. Selbstverständlich war diese starke Resonanz nachvollziehbar – für Uebigau wäre ein entsprechend hoher Sieg sicherer Garant für den Aufstieg in die Kreisliga. Die Gäste indessen konnten relativ locker aufspielen – der Abstieg war praktisch bereits vermieden, trotzdem wollte man sich natürlich gebührend aus dieser verrückten Saison verabschieden.

In den ersten Minuten des Spiels gelang es keiner der beiden Mannschaften, das Spiel an sich zu reißen. Man spürte zwar von Anfang an den starken Willen der Gäste, konsequent offensiven Fußball zu zelebrieren, jedoch erschienen deren Bemühungen zunächst krampfhaft und glücklos. Phasenweise gelang es sogar den Gastgebern, sich erfolgreich bis zum gegnerischen Tor vorzukämpfen und sich die eine oder andere Chance zu erarbeiten, wobei C. Dunkel die beste vergab, als er aus relativ spitzem Winkel aus 12 Metern Entfernung am Tor vorbei schoss.
In der 13. Minute jedoch sollte Uebigau nach einer schönen Einzelaktion in Führung gehen. Ein Mittelfeldspieler hatte sich von hinten gelöst, dribbelte durch die konfusen Abwehrreihen der Gastgeber und zimmerte das Leder schließlich an den Innenpfosten, von welchem er ins Tor abprallte. Nur drei Minuten später folgte die Antwort der Bönitzer. L. Hentschel wurde halb rechts vorm gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht, worauf ein Freistoss fällig wurde. Ein straffer Schuss des Liberos R. Oehler -unhaltbar ins linke obere Eck- ließ die Hoffnungen der Gastgeber wieder aufflackern.
Leider sollten diese jedoch im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit herb enttäuscht werden. Die Gäste gewannen nun mehr und mehr die Oberhand und verstärkten den Druck permanent. Nach einer Ecke in der 24. Minute gelang es ihnen schließlich, den Ball irgendwie ins Tor zu spitzeln. Die Bönitzer Abwehr machte in dieser Situation einen zugegebenermaßen sehr unglücklichen Eindruck. Trotzdem suchte Bönitz weiterhin nach Möglichkeiten, dem Spiel eine andere Richtung zu geben, und das mit partiellem Erfolg. So hatte z.B. T. Wenzel mehrere gute Kopfballchancen, konnte jedoch keine verwerten.
Der nun oft unkontrolliert wirkende Offensivdrang der Bönitzer, ermöglichte den Gästen gefährliche Konterchancen. In der 35. Minute wurde eine solche dann auch eiskalt genutzt. Es kam sogar noch dicker: kurz vor der Pause gelang den Gästen noch ein weiterer Treffer – 1:4.

Der Halbzeitstand ließ aus Bönitzer Sicht natürlich Schlimmeres erahnen, man konnte weiterhin mit dem ungestillten Torhunger der Gäste in der 2. Spielhälfte rechen. Erstaunlicherweise schien denen jedoch ein wenig die Puste ausgegangen zu sein. Ihr Spiel wirkte ideen- und kraftlos. Vom bis zum Halbzeitpfiff andauernden Kampfgeist war nicht mehr viel zu spüren. Andererseits hielt Bönitz zwar dagegen, zwingende Torchancen ergaben sich jedoch in der gesamten 2. Halbzeit nicht. Das Spiel plätscherte dahin, ohne noch einmal richtig an Fahrt zu gewinnen. Es blieb zum Schluss beim 1:4.

Nach dem Abpfiff stand fest, dass Uebigau den Aufstieg perfekt gemacht hatte – nun brachen natürlich alle Dämme. Die Fans, welche ihre Mannschaft über das gesamte Spiel hinweg mit lautem Getöse tatkräftig unterstützt hatten, stürmten -bzw. torkelten- zu ihren Helden auf den Platz…
An dieser Stelle noch einmal Herzlichen Glückwunsch an den Aufsteiger und viel Erfolg in der Kreisliga !

Bönitz hingegen hat den Klassenerhalt geschafft – als Ergebnis einer durchaus erfolgreichen Rückserie. Natürlich war es auch diesmal knapp, und auch das heutige Spiel hat -zumindest in der 1. Halbzeit- gezeigt, dass immer noch eklatante unbedingt vermeidbare Fehler gemacht werden.
Trotzdem sind Fortschritte erkennbar, und auch im Hinblick auf die anhaltende Verjüngungskur der Mannschaft, kann man erhobenen Hauptes in die Zukunft blicken.

Christian Hoffmann

SV Röderland 75 Bönitz – FSV 1927 Theisa 1:0 (0:0)

Das Ziel im vorletzten Heimspiel gegen die im unteren Mittelfeld der Tabelle befindlichen Theisaer war eindeutig gegeben: Nur ein Sieg bringt den Klassenerhalt ein großes Stück näher.

Mit der vermeintlich stärksten Besetzung wollte man dieses Ziel auch realisieren. Aus einer sicheren Abwehr – W. Richter spielte Libero, vor ihm die Manndecker R. Oehler und M. Wolf, Vorstopper war diesmal wieder T. Wenzel begann man zunächst erst gegen 10 Theisaer Spieler. Auch das Mittelfeld war sehr gut besetzt. Unsere Nachwuchsspieler F. Oehler und K. Dunkel spielten neben den erfahrenen B. Jaffke und C. Hoffmann. Vorn stürmten natürlich unser bester Goalgetter L. Hentschel und der in Kröbeln so gut aufspielende C. Schramm.
In der ersten Halbzeit versuchte zwar der Gastgeber das Spiel in die Hand zu nehmen, war aber nicht in der Lage zwingende Chancen herauszuarbeiten. Theisa versuchte, verständlicher Weise, mit neun Feldspielern das Bönitzer Spiel zu zerstören und mit Zeitspiel in die Pause zu kommen. Zur Pause erwartete man noch einige Spieler von der zweiten Mannschaft aus Doberlug-Kirchhain. Trotzdem fuhr Theisa sogar einige Konter, wobei unsere Abwehr nicht den sichersten Eindruck hinterließ. Die erste Halbzeit war wirklich nur langweiliges Gegurke – der Begriff langweiliger Sommerfussball trifft nur aufgrund der Jahreszeit noch nicht zu!

In der zweiten Halbzeit spielte dann Theisa mit 11 Spielern, und das Spiel wurde nun das erwartete Kampfspiel. Bönitz versuchte nun mit aller Macht zum ersten Tor zu gelangen. Der Wille war da, es war aber zuviel Krampf im Spiel. Leichtfertige Abspielfehler ermöglichten immer wieder dem Gegner, Angriffe zu starten und somit den aufkommenden Spielfluss der Bönitzer zu vernichten.
Aufregung dann in der 61. Minute – ein Schuss von L. Hentschel konnte der Theisaer Libero nur mit der Hand abwehren. Alle haben das Handspiel gesehen – nur der Schiedsrichter nicht! Zum Glück hat aber sofort der Schiedsrichterassistent die Fahne gehoben und dieses Foulspiel angezeigt. Es gab Elfmeter und die gelbe Karte für den Libero. Warum aber nun der Theisaer Torwart, welcher ja selbst Schiedsrichter ist, den Schiedsrichter auf das Übelste beschimpfte, ist mir unerklärlich. Das klare Handspiel wurde sogar von seinen Mitspielern und auch vom Theisaer Übungsleiter bestätigt.
L. Hentschel verwandelte den Elfmeter souverän – flach in die rechte Ecke – zum Führungstor.
Was folgte war ein Krampf- und Zitterspiel. Niemand wollte noch einen Fehler machen, um nicht diesen kostbaren Vorsprung zu verlieren. Theisa wollte nun den Ausgleich, hatte jetzt Spielvorteile aber auch keine zwingenden Chancen.
R. Liepe kam in der 65. Minute für den völlig ausgepumpten B. Jaffke und er hatte auch sogleich bei einem Bönitzer Konter das zweite Tor auf dem Fuß, als er aus ca. 6 Metern den Ball über das Tor schoss. Erwähnenswert auch noch der schöne Flachschuss von K. Dunkel in der 74. Minute, als er aus ca. 20 Metern urplötzlich abzog und der Torwart nur mit Mühe zur Ecke abwehrte.

Abschließend ist zu bemerken – ein Arbeitssieg, welcher aber drei Punkte gebracht hat – in Summe nun schon 18 (vorjährige Saison waren es nur 16 Punkte). Bönitz hat genügend Spiele in dieser Saison mit nur einem Tor Unterschied verloren, da hat man besser gespielt aber leider keine Punkte bekommen.
Nun, da die Zweite von Elsterwerda am gestrigen Tage gegen Reichenhain mit 0 : 1 verloren hat, ist man schon auf den drittletzten Platz gerutscht.
Der Abstieg dürfte wohl somit für Bönitz kein Thema mehr sein.

Siegmar Casper

Kröbeln – SV Röderland 75 Bönitz 4-2 (1-2)

Bei diesem Spiel, auswärts in Kröbeln (3.), war Bönitz (13.) klarer Aussenseiter, aber das Spiel sollte uns vom Gegenteil überzeugen.

Die Kröbelner hatten zwar die ersten Tormöglichkeiten, scheiterten aber an Ihrem Unvermögen. In der 7.min. und. 13.min. stand ein Stürmer von Kröbeln allein vor dem Tormann von Bönitz, zum Glück verließen ihn die Nerven und er vergab diese beiden Großchancen.
Durch Konter sollte Bönitz später im Spiel seine Chancen nutzen.
Durch einen Tormannfehler in der 14. min. ging Kröbeln in Führung, als ein nachsetzender Spieler einen nicht festgehaltenen Ball des Torwarts über die Linie schob.
Nach einem Alleingang unseres Stürmers L. Hentschel, der leider nur den Pfosten traf, kamen wir besser ins Spiel. Durch einen weiteren Konter, bei dem C.Schramm vom letzten Mann gefoult wurde, im Strafraum, gab der Schiedsrichter, zum Unverständnis vieler, einen Freistoß für Kröbeln. Eine Minute später sollte jedoch L.Hentschel einen gut durchgeführten Konter zum 1:1 nutzen.
Durch einen weiteren gut angesetzten Konter, sah sich C.Schramm auf einmal ganz allein vor dem Libero von Kröbeln, er ließ den letzten Mann durch einen Tunnel sehr alt aussehen und vollendete vorzüglich zum 1:2. In der 42. Minute sollte der Nachwuchsspieler, F. Oehler, zu einer weiteren guten Chance durch einen 16m Schuß kommen.

Nach dem Pausentee nahm dann Kröbeln das Heft in die Hand und wurde in der 51.min., durch einen umstritten Freitoß, mit einem Tor belohnt, bei dem leider die Mauer und der Tormann nicht gut aussahen. Durch zwei Unaufmerksamkeiten, der Bönitzer Spieler, ging dann die Kröbelner Mannschaft in der 61.min durch einen Flachschuß ins linke Eck, 3:2 in Führung und baute diese, durch einen Linksschuß ins rechte Eck, in der 67. min. auf 4:2 aus.
In der 77. min. hatte zwar L. Hentschel die Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen, aber er schob den Ball leider links am Tor vorbei.
Der Tormann (T.Babinski) von Bönitz konnte sich in der 86.min., durch eine gute Parade auszeichnen.

Alexander Schacht

SG Kolochau 74 – SV Röderland 75 Bönitz 4:0 (1:0)

Jede Serie hat einmal ein Ende – und zwar eine Serie von 4 Siegen. Man war sich noch in der Kabine einig, ein Punkt in Kolochau wäre doch nicht schlecht.
Kolochau, erstmals wieder in der stärksten Formation, begann sehr stark an diesem herrlichen Frühlingstag. Der Gastgeber wollte unbedingt das augenblickliche Tief wieder beenden. Die zwangsläufig neuformierte Abwehr um Libero W. Richter und Vorstopper R.Oehler – Vorstopper M. Görlich fehlte verletzungsbedingt – stand bisher gut. Spielerisch war Kolochau überlegen, die zwingenden Chancen waren aber noch nicht vorhanden. Bönitz konterte aus der Lauerstellung – Lars Hentschel lief der Kolochauer Abwehr mehrmals davon, so auch in der 21. Minute, als er ganz allein vor den Gastgebertorwart auftauchte und anstatt den Ball nur am Torwart vorbeizuschieben, schoss er mit aller Wucht den Torwart an. Eine Führung der Bönitzer so Mitte der 1. Halbzeit lag durchaus im Bereich des Möglichen.
Aufregung dann in der 30. Minute – K. Hagedorn berührte den Mittelstürmer des Gastgebers, welcher sich in seiner bekannten Art und Weise fallen ließ. Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter. Es folgte darauf die ausgleichende Gerechtigkeit. Der Kolochauer Schütze drosch den Ball über das Tor.
Kurz vor der Pause – in der 43. Minute vertändelte K. Dunkel einen schon sicheren Ball am 16 m Raum, so dass der gegnerische Stürmer allein auf T. Babinski zulief und zum 1 : 0 für die Kolochauer vollendete. In seinem erst achtem Spiel bei den Männern lief es bei K. Dunkel zuletzt immer besser, vor allem Dank seiner eleganten Technik – *erblich vorbelastet* durch seinen Vater Dietmar, der bisher beste Techniker in der Bönitzer Fußballgeschichte. Aber heute hatte er nicht seinen besten Tag. Vielleicht lag es auch daran, das er leicht verletzt in das Spiel ging.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen. Kolochau wollte Bönitz kommen lassen, um so schnell auf Konter umzustellen. In der 55. Minute nutzte man einen solchen Konter aus. Durch die völlig entblößte rechte Abwehrseite – K. Hagedorn war unmotiviert über die Mittellinie aufgerückt – passte der Linksaußen der Kolochauer geschickt nach innen zum Mittelstörmer, welcher ohne Mühe zum vorentscheidenden zweiten Tor vollendete.
Dieses Tor war der Knackpunkt des Spieles, trotz unbestreitbaren Kampfgeist (W. Richter, C. Hoffmann und M. Wolf) wirkte jetzt das Bönitzer Spiel sehr verkrampft. Eine ähnliche Situation wie beim zweiten Tor führte in der 71. Minute zum dritten Tor des Gastgebers. Nicht ganz schuldlos war hier auch unser noch junger Torwart, der hier entschlossener zum Ball hätte gehen müssen. Trotzdem hat er bisher eine sehr positive Entwicklung genommen, man erinnere nur an die Spiele gegen Herzberg und Falkenberg.
Schuldlos war er jedenfalls am vierten Tor in der 85. Minute, denn das war ein platzierter Sonntagsschuss aus ca. 20 Metern in den äußersten rechten Torwinkel.

Fazit: Noch sind drei Spiele zu absolvieren, es ist noch alles möglich – vielleicht noch der Klassenerhalt !

Siegmar Casper

Bönitz – SV Diana Haida 3:1 (1:0)

Am Sonntag, dem 06.05.2001 fand auf dem Bönitzer Sportplatz des Kellerduell zwischen dem Tabellenletzen, Bönitz (12 Punkte) und dem Vorletzen, SV Diana Haida (14 Punkte), statt. Nachdem Bönitz -wider Erwarten vieler “Experten”- in den letzen drei Spielen durch Siege gegen Elsterwerda, Falkenberg II und Herzberg wieder den Anschluss zu den anderen Abstiegskandidaten in der Tabelle herstellen konnte und nun sogar die Möglichkeit bestand, die Gäste durch einen weiteren Sieg hinter sich zu lassen, war die Motivation natürlich entsprechend gross. Aufgrund der Tabellensituation dürfte sich der Motivationsfaktor auf Haidaer Seite jedoch durchaus auf vergleichbar hohem Niveau bewegt haben.

Das Spiel begann mit stark offensiv agierenden Gastgebern. Das sollte belohnt werden. Bereits in der 3. Minute führte eine tief von rechts hereingebrachte Flanke von L. Hentschel zum 1:0. Dabei sah der Haidaer Libero nicht besonders gut aus. Beim Versuch den Ball vor den in der Mitte lauernden mitgelaufenen Bönitzer Spielen zur Ecke zu klären, grätschte er das Leder sauber ins rechte untere Eck des eigenen Tores.

Einen besseren Auftakt konnte man sich aus Bönitzer Sicht natürlich nicht wünschen. Jedoch blieb es vorerst bei deren Bemühungen, noch ein Tor nachzulegen. Unter anderem vergab M. Wolf eine Großchance, nachdem er im Anschluss an ein schön anzusehenes Dribbling von der Mittellinie bis zur Strafraumgrenze den Ball knapp über das Tor schlenzte. Aber auch die Gäste kamen im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit dem gegnerischen Tor oft gefährlich nahe und erspielten sich die eine oder andere Chance, ohne jedoch ihre Bemühungen durch ein Tor zu krönen. Es blieb schliesslich beim 1:0 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel erwartete die vor allem aus Haida zahlreich mitgereisten Fans zunächst ein unverändertes Bild. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, durch welchen sich mehrere Chancen ergaben – ohne verwertet zu werden. Ab der 55. Minute jedoch, begannen die Gäste, auch begünstigt durch die nun teilweise stark schwimmende Bönitzer Abwehr, mehr und mehr Oberwasser zu bekommen. Besonders die sich nun häufenden Haider Ecken bereiteten den Bönitzer Abwehrspielern oft *Kopfzerbrechen*, nachdem die Gäste besonders bei hohen Bällen die Oberhand behielten.

In der 65. Minute schliesslich ereignete sich eine wahrhaft kuriose Szene. Nachdem es dem Rechtsaussen der Gastgeber, R. Zocher, nur durch ein Tekkling im Strafraum gelungen war, einen Haidaer Stürmer zu stoppen und den Ball zur Ecke wegzuspitzeln, ertönte plötzlich der Pfiff des Schiedsrichters – elf Meter. Sofort wurden lautstarke Proteste der Gastgeber laut, durch welche sich der Schiedsrichter freilich nicht beirren liess. Plötzlich schaltete sich jedoch der Linienrichter ein und bewegte sich auf den Schiri zu. Nach einer kurzen Absprache zeigte der Schiedsrichter zur Eckfahne. Nun erfasste eine erneute Protestwelle die Bönitzer Sportstätte, welche jedoch die vorangegangene um einige Dezibel übertönt haben dürfte – vor allem der Haidaer Fanblock stand Kopf.

Nachdem sich die Wogen allmählich geglättet hatten fand Bönitz endlich wieder zu seinem Spiel zurück und so gelang es L. Hentschel, welcher in die Spitze gestartet und mustergültig von T. Wenzel von halb rechts in Szene gesetzt worden war, den Ball aus gut 5 Metern Entfernung im Tor zu versenken. Die beiden tauschten nur 2 Minuten später die Rollen – L. Hentschel bediente diesmal von halb links den zental mitgelaufenen T. Wenzel, der das Leder in Richtung Tor bewegte. Der Haidaer Torhüter war zwar noch dran, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend abwehren – 3:0.

Das Spiel schien gelaufen, dachten sich wohl die Bönitzer als sich die Gäste in der 80. Minute einen Freistoss vor der Strafraumgrenze erkämpften. Nur gemächlich begannen die Gastgeber entsprechende Abwehrmassnahmen einzuleiten und es blieb schliesslich bei dem Vorhaben, eine ordentliche Mauer zu stellen. Der die Unentschlossenheit der Bönitzer ausnutzende Schütze, führte den Freistoss schnell aus und zimmerte das Leder, an der ein-Mann Mauer vorbei, knapp unter die Latte des gegnerischen Tores.

Nach dieser Aktion kamen die Gäste noch einmal ins Spiel, konnten jedoch nicht weiter verkürzen. Es blieb beim 3:1.

Für die Bönitzer ist es nun tatsächlich möglich, vom über lange Zeit hinweg für fast nicht mehr realisierbar erachteten Klassenerhalt zu träumen. Es bleibt zu hoffen, dass die positive Energie, welche der Mannschafft derzeit eingeimpft zu sein scheint, und vor allem der wiedergewonnene Kampfgeist, in den letzten Spielen der Saison nicht abhanden kommen.

Christian Hoffmann